Ein Tropen fällt ins Wasser und zieht weite Kreise

Du bist nicht allein! (Ein Gastbeitrag)

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“Handle, als wenn alles was du tust einen Unterschied macht. Denn das tut es.”

William James, Philosoph (1842-1910)

Generation Y – das ist nicht nur ein Buchstabe im Alphabet, es ist auch „Why?“ – ein „Warum eigentlich?“

Und das äußert sich auf unterschiedliche Art und Weise.

 

Ein Teil von uns ist so verwöhnt von der Wohlstandsgesellschaft, dass das „Warum“ ein eher apathisches ist: „Warum soll ich mich täglich in einem Job quälen, der nicht gut zahlt, oder keinen Spaß macht – wenn ich genauso gut zu Hause bleiben kann?“

 

Ein anderer Teil, getrieben von der Vorstellung seine „Berufung“ finden zu wollen, hinterfragt ständig den Status Quo – ob ein anderer Job, Ort oder Partner den Knoten zum Platzen bringt, das Genie erstrahlen lässt.

 

Manchmal bekomme ich den Eindruck, die Generation Y steht sich dabei schon allein deshalb selbst im Weg, weil unsere Eltern und die Medien uns vermittelt haben – „Ihr seid einzigartig, ein Geschenk Gottes – Regenbogenpupsende Einhörner“.

Aufgewachsen mit Reality-TV, Castingshows, youtube und Instagram glauben wir, wir seien dazu bestimmt große Stars zu werden – egal womit. Tausende rennen den Casting-Shows die Türen ein, oder posten Workout-Selfies und Fotos von ihrem Essen im Stundentakt bei sozialen Medien. Sogar Katzen sind jetzt Weltstars.

Wo man sich früher noch allein und unverstanden fühlte, weil man in der Schule keine Freunde hatte, muss inzwischen keiner mehr vor die Türe gehen, denn jeder findet dank Internet einen Deckel, manche finden sogar Tausende.

In der Zwischenzeit droht eine ganze Generation zu narzisstischen, beziehungsunfähigen Einzelgängern zu mutieren, weil keiner gelernt hat wie man Kompromisse schließt, oder einfach glaubt, sein magischer Einhornstatus mache das gänzlich überflüssig. Schließlich ist man ja perfekt, so wie man ist.

Aber sind wir denn dann nicht alle ein bisschen Einhorn?

 

Nach der Ernüchterung dieser Einsicht haben einige längst begriffen – du bist nicht allein!

Ich finde ja, wir sind eher wie Schneeflocken. Die sind auch einzigartig – aber sie kommen nicht allein. Eine Schneeflocke macht noch keinen Winter – und doch ist jede einzelne Schneeflocke notwendig, damit sich die Welt verändert. Und ich denke genau hier liegt das eigentliche Potential der Generation Y.

Ja, ihr seid großartig und einzigartig – und jeder von euch hat die Möglichkeit die Welt zu verändern, heute mehr denn irgendwann zuvor!

Jeder einzelne von uns hat mit absolut jeder seiner Lebens-, Kauf- und Konsumentscheidungen die Gegenwart und Zukunft unserer Welt in seiner Hand. Wir sind heute aufgeklärter als je zuvor, wie Produkte wirklich produziert werden und was nur romantisches Marketing ist. Welchen Einfluss unser Lebensstil nicht nur auf unseren Körper und unsere Gesundheit hat, sondern auf den gesamten Planeten, auf alle Ressourcen, die unsere täglichen Entscheidungen verschlingen…

 

Du bist nicht allein! Das ist sowohl ein Versprechen, als auch eine große Verantwortung.

Und meiner Meinung auch eine mögliche Antwort, auf die ganz große Frage:

Warum sind wir hier? Was ist meine Lebensaufgabe?

 

Eine wachsende Zahl der Generation Y und ihr Nachfolger Z findet hier ihren Lebenssinn und nutzt auch ganz explizit soziale Medien wie etwa Facebook oder Instagram für Recherche, Austausch und ein größeres Gemeinschaftsgefühl.

Viele verzichten so ganz bewusst auf tierische Produkte, finden zurück zu einer neuen Einfachheit, zu einem down-sizing, einem kritischen Hinterfragen, was es tatsächlich zum Leben braucht. Ob Konsum wirklich die Antwort auf alle Fragen ist. Ob unsere (Ess-)Kultur und Traditionen noch zeitgemäß sind.

Sie fragen nicht mehr nur „Warum?“, sondern auch „Wer profitiert?“

 

Du bist nicht allein! Alles was du (nicht) tust oder sagst, in jedem Moment deines Daseins verändert die Welt, hat einen Einfluss auf die Menschen, Lebewesen und Pflanzen, nicht nur in deiner unmittelbaren Umgebung, sondern global. Kein Tropfen auf den heißen Stein, sondern ein Tropfen in einen Teich, der immer weitere Kreise zieht.

10 Wege für mehr Achtsamkeit in deinem Leben

 

Sei einzigartig DU, übernimm Verantwortung, fühle deine Verbindung, deinen Einfluss auf den Lauf der Welt. Bringe Mitgefühl, Achtsamkeit und Freundschaft in dein Leben – andere werden dir folgen, du wirst neue Unterstützer finden – und gemeinsam, verzuckern wir die Welt.

 

Sei glücklich,

Deine Sarah Richter