Eine Frau in der Ferne auf einem Steg im Nebel

Das DAZWISCHEN – auf dem Weg

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Die Zeit zwischen Weihnachten und Silvester – eine Zeit des Übergangs. Das Alte ist noch nicht beendet, das Neue noch nicht da.

WANDEL.

 

In der Natur ein Aufbäumen. Stürme, Wassermassen, Vulkanausbrüche, Beben oder einfach Nebel.

Stürmische, brüchige, bebende Zeiten auch bei uns Menschen. Und eine Zukunft im Nebel!

Der Blick nach vorn scheint vielen getrübt. Unsicherheit und Angst engen den Blick für Möglichkeiten ein.

 

Es macht mich nachdenklich, bei mehreren Menschen, die ich grundsätzlich als starke, optimistische Persönlichkeiten erlebte habe, Verzagtheit und Müdigkeit wahrzunehmen. Unsere Welt, die Gesellschaft wie Wirtschaft, die Natur und wir kleinen Menschen in ihr – erleben einen Wandel, den selbst die Generation meiner Eltern nicht für möglich gehalten hat.

Zu Beginn dieser Reise waren wir enthusiastisch oder arglos. Nun, wo das Schiff in voller Fahrt ist und kein Land in Sicht, braucht jeder von uns klare Bilder, was er bei der Ankunft zu finden hofft. Und auch eine klare Haltung, was jeder für diese Reise braucht und was entbehrlich ist.

 

Vor einigen Tagen ging ich in Berlin spazieren. Obwohl es bereits später Vormittag war, hing der Nebel fast bodentief über der Stadt. Plötzlich ein ohrenbetäubender Lärm. Direkt über mir musste ein Flugzeug zur Landung ansetzen. Ich konnte es nicht entdecken. Kurze Zeit später und einige Meter weiter das gleiche Schauspiel. Diesmal sah ich plötzlich die Silhouette des Fliegers direkt über mir. Etwas beängstigend und zugleich beeindruckend.

„Wie gut, wenn du eine Vorstellung hast, was das ist!“, dachte ich so bei mir.

 

Mir fiel ein Urlaub vor gut 20 Jahren in den Bergen ein. Unser erster Besuch in dieser Gegend für fünf Tage. Und in diesen fünf Tagen präsentierte sich die Region im allerdicksten Nebel.

Ich erinnere mich, wie ich Wanderer sprechen hörte und im nächsten Augenblick standen sie direkt vor mir. Oder wie ich arglos an einem Geländer entlang wanderte und erst zu Hause auf Werbefotos wahr nahm, dass der Felsen hinter dem Geländer viele Meter schroff nach unten abfiel.

Es ist also durchaus hilfreich, nicht jedes Detail im Vorhinein zu kennen.

 

In Zeiten, in denen unsere Lebenswege unsicherer und weniger vorhersehbar sind, kann es dir helfen, derartige Erfahrungen zu trainieren und Neues zuzulassen.

Wie kannst du mit Unsicherheit umgehen?

  • Trainiere in Zeiten der Übersättigung & Vollversorgung deine Fähigkeit mit ungewohnten Anforderungen umzugehen.
  • Nimm Unsicherheit oder Hilflosigkeit zunächst wahr und akzeptiere sie.
  • Mache jeden Tag eine Sache in deinem Alltag anders, nimm zum Beispiel einen anderen Weg zur Arbeit.
  • Schenke dir täglich eine Mediendiät. Hindere andere daran, dich mit falschen Informationen zu beunruhigen und nutze die Zeit zum kreativen Denken und Handeln.
  • Geh zu Fuß, so oft du kannst. Dann kommt auch dein „Kopf“ in Bewegung.
  • Laufe im Nebel und lass dich überraschen!

 

Für das Jahr 2017 wünsche ich dir Gesundheit, all die noch unbekannten Herausforderungen zu meistern.

Ich wünsche dir Zuversicht, Freunde an deiner Seite für die Momente der Erschöpfung.

Ich wünsche dir eine Heimat, ein Dach über dem Kopf und tägliches Essen.

Ich wünsche dir klare Visionen in diesem Nebel, wie du auch im Neuen Jahr 2017 den Wandel mitgestalten kannst.

Ich wünsche uns allen, dass wir in einem Jahr hier wieder voneinander hören!

 

Herzlichst,

Deine Kerstin D. Richter