Lego Stormtrooper bedrohen Mann am Schreibtisch

Warum Gewalt am Arbeitsplatz ein Thema ist

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Gewalt am Arbeitsplatz – wo gibt es das denn ?

 

„Eigentlich gibt’s das bei uns nicht.“ Was bedeutet in dem Zusammenhang eigentlich?

Gibt es uneigentliche Gewalt?

 

Es gibt Gewalt, die auf den ersten Blick nicht sichtbar ist.

 

Gewalt kann auch unbewusst ausgeübt werden, wenn Werte und Normen in Unternehmen nicht eindeutig sind und nicht gelebt werden. Vor allen Dingen muss im Vorfeld geklärt sein welches Verhalten als Gewalt erlebt wird.

 

So fragten mich bereits mehrere Seminarteilnehmerinnen, ob es in Ordnung sei, mehr Distanz einzufordern und „die Hand des Kollegen auf meiner Schulter nicht mehr zu dulden“. Na sicher und unbedingt!

 

Klare Verabredungen zu Umgangsformen verhindern derartige Situationen.

 

Wichtig ist mir dabei, darauf hinzuweisen, dass unter Distanzüberschreitungen Frauen wie Männer leiden.

 

Andere Teilnehmer, berichten von Verunsicherung und Demotivation, weil sie in Veränderungsprozesse nicht oder unzureichend eingebunden werden.

 

Zählt das Unterlassen der Weitergabe von Informationen, das Verweigern von Wertschätzung, das Zulassen von Ausgrenzung (MOBBING) oder das Unterbinden von Eigeninitiative zu Gewalt?

 

Nach meinem Verständnis ja – Erscheinungsformen institutioneller Gewalt.

 

Erfolgreiche Unternehmen stellen sich diesen Themen.

 

Sie geben ihren Mitarbeitern klare Orientierung zu den eben genannten Themen sowie Möglichkeiten der Mitgestaltung und persönlichen Weiterentwicklung.

 

Und sie sind auch gut beraten dies zu tun. In Zeiten des Fachkräfte- und generellen Mitarbeitermangels sind das wichtige Kriterien bei einem Job- bzw. Arbeitgeberwechsel.

 

Wie steht es mit der Gewaltprävention an deinem Arbeitsplatz?

Hier erhältst du unsere kostenlose Checkliste! Einfach Email eintragen und Checkliste ins Postfach bekommen!

 

 

 

Häufig ist das Interesse an der gelebten Unternehmenskultur größer als die Frage nach dem Gehalt.

„Wie ist die Stimmung bei euch? Wie ist euer Chef so?“ Diese Fragen höre ich in Seminarpausen immer häufiger.

 

Dann gibt es leider auch Mitarbeiter, die die Frage nach erlebter Gewalt eindeutig mit ja beantworten (müssen). In Betreuungs- wie Beratungssituationen hat verbale (und körperliche) Gewalt deutlich zugenommen.

 

Beleidigungen, Bedrohung oder respektloses Duzen gehören für manche Mitarbeiter zum Alltag. Irritation, Erschöpfung und Resignation breiten sich aus.

 

Wie ist dem zu begegnen? Wenn du selbst in so einer beruflichen Situation bist, ist es wichtig, dieses Verhalten als Gewalt wahrzunehmen und dem ein Ende zu setzen. Informiere Kollegen und Vorgesetzte, fordere dir Hilfe ein. Nicht gemeldete Übergriffe lassen ein verzerrtes, unrealistisches Bild bei Vorgesetzten und in der Öffentlichkeit über den tatsächlichen Bedarf entstehen.

 

Bereite dich in Trainings auf diese Situationen vor.

 

In Beratungssituationen begegnen sich immer Menschen. Was machen erfolgreiche Berater anders? Kann man Empathie lernen?

 

Eine Empfehlung lautet: Den Menschen dort abzuholen, wo er steht.

 

Wie geht das? Statt im übertragenen Sinn Floskeln zu benutzen oder ein gekünsteltes Verhalten an den Tag zu legen, nimm diese Empfehlung wörtlich!

 

Als Mitarbeiter der andere Menschen im Büro berät, hole du die Menschen die du berätst von ihrem Platz ab. Oder du öffnest Ihnen die Tür und begrüßt sie bereits dort.

 

An Serviceständen signalisierst du durch Hinwendung und Blickkontakt die erwartete Aufmerksamkeit. Nebengespräche werden eingestellt.

 

Diese Gesten präsentieren eine Haltung, den Umgang auf Augenhöhe und mit Respekt.

 

Zum Anderen ermöglicht dir dieses Abholen eine erste kurze Einschätzung, ob du der Beratungssituation allein gewachsen bist oder bereits mehr Hilfe erforderlich ist.

 

Du findest, das ist selbstverständlich?

 

Nach meiner Erfahrung leider noch nicht oder nicht mehr. Als Ratsuchende wie als Trainerin achte ich inzwischen sehr genau auf dieses Verhalten und erlebe „Servicewüste Deutschland“ wie professionelles Verhalten zu gleichen Teilen.

 

Wenn du unsicher bist, was du tun kannst, frage dich: Wie möchte ich in einer vergleichbaren Situation behandelt werden? Wodurch würde ich mich wohler fühlen?

 

Denn Gefühle spielen beim Auftreten von Gewalt eine große Rolle.

 

Verunsicherung, Hilflosigkeit, Angst und Wut liegen nah beieinander. Und so nah ist auch der Übergang zu körperlicher Gewalt.

 

Um Gewalt grundsätzlich im Vorfeld zu verhindern, schau dir unsere Übersicht zu hilfreichen präventiven Maßnahmen an.

 

Außerdem lade ich dich herzlich zum Seminar „Deeskalation & Selbstbehauptung“ in Dresden ein. Ein Tagesseminar, dass dich privat wie beruflich für Gewalt sensibel macht und dich in deiner Selbstbehauptung stärken wird.

 

Zur Feier von Arturs 50. Geburtstag bieten wir dir dieses Seminar hier weiterhin zum Frühbucher-Preis von nur 80€ zzgl. MwSt. an. Bis zum 31. August kannst du außerdem eine zweite Person für nur 50€ zzgl. Mwst. anmelden!

Deeskalation Geburtstagsspecial

 

Ein schönes Wochenende wünscht dir,

Kerstin D. Richter